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Bio-Spitzenverband fordert Umbau des Ernährungssystems

  markttipps

Seine Forderung nach einem Umbau des Ernährungssystems hat der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) bekräftigt. In einer Resolution spricht sich die Mitgliederversammlung des Bio-Spitzenverbandes unter anderem für eine weitergehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), eine Neuausrichtung der Tierhaltung in Deutschland sowie die Abschaffung umweltschädlicher Subventionen aus.

Seine Forderung nach einem Umbau des Ernährungssystems hat der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) bekräftigt. In einer Resolution spricht sich die Mitgliederversammlung des Bio-Spitzenverbandes unter anderem für eine weitergehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), eine Neuausrichtung der Tierhaltung in Deutschland sowie die Abschaffung umweltschädlicher Subventionen aus.

 

Dem BÖLW zufolge sollten künftig 70 % der EU-Agrargelder für Umweltleistungen und zur Stärkung des Ökolandbaus genutzt werden. Die Budgets für die Ökoförderung seien schrittweise zu erhöhen. Dafür bedürfe es einer Zweckbindung bei der Mittelumschichtung von den Direktzahlungen in die Zweite Säule. Als wesentliche Voraussetzung für den Umbau der Tierhaltung nennt der Verband eine solide Finanzierung durch eine Abgabe auf tierische Produkte. Bio müsse als Leitstandard fest in alle Umbaupläne integriert werden. Für die geforderte Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung hält der BÖLW auch eine Reform der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) für notwendig.

 

Der Verband warnt erneut vor einer Aufweichung des EU-Gentechnikrechts und pocht auf die Sicherung von Wahlfreiheit und die Einhaltung des Vorsorgeprinzips. Dringend notwendig sei eine Stärkung der Ökoforschung. Deren Anteil an den gesamten Agrarforschungsgeldern des Bundes müsse bis 2025 auf 20 % ausgedehnt werden. Von der neuen Bundesregierung erwartet der BÖLW eine nationale Strategie für eine nachhaltige Ernährung, an der sich außer dem Landwirtschafts- auch das Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Umweltministerium beteiligen müssten. AgE

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